Ceconomy AG

Neue Antworten auf die Digitalisierung

Foto: Media Saturn Holding

rv DÜSSELDORF. „Wir müssen die Frage beantworten, wie wir in einer digitalisierten Welt und einem radikal veränderten Umfeld künftig unser Geschäft betreiben wollen“, sagt Jörn Werner, CEO der Ceconomy, AG bei Vorlage der Zahlen für das zweite Quartal 2018/19: „Deshalb entwickeln wir die übergreifende strategische Positionierung von Ceconomy mit Hochdruck weiter.“ Im Fokus: Kunden und Erlebnis.

Ziel des Vorstands ist es, das enorme Wertsteigerungspotenzial von Europas führendem Anbieter von Consumer Electronics mit den Marken Media Markt und Saturn (Foto) durch Straffung von Prozessen, Kostensenkung und Personalabbau zu heben.

In diesem Jahr war das zweite Quartal, das die Monate Januar bis März umfasst, geprägt von der Verlagerung des Ostergeschäfts ins dritte Quartal (April) und die herausfordernde Marktsituation in West- und Südeuropa. Das betraf vor allem die Niederlande mit ihren harten Wettbewerbsbedingungen und Spanien, wo Ware oft nicht verfügbar war. Vor diesem Hintergrund lag der Konzernumsatz laut Jörn Werner, CEO der Ceconomy AG, mit 5,5 Mrd. Euro um 1,1% unter Vorjahresniveau. Die Verschiebung des Ostergeschäfts allein wirkte sich laut Finanzvorstand Karin Sonnenmoser mit einem Rückgang von 0,7 Prozentpunkten aus.

Dass das bereinigte Ebit ohne die Beteiligung an der französischen Fnac Darty mit 24 Mio. Euro (i.Vj: 26 Mio. Euro) und das Ebitda mit 80 Mio. Euro (i.Vj: 82 Mio. Euro) nahezu stabil war, begründet Werner damit, dass es durch höhere Kosteneffizienz gelungen sei, den Umsatzrückgang zu kompensieren. Die deutliche Verbesserung des berichtete Ergebnisses vor Steuern (Ebt) von -63 Mio. auf +33 Mio. Euro begründete Sonnenmoser mit der im Vorjahr notwendigen Wertberichtung auf die Beteiligung an der Metro AG. Das Ergebnis je Aktie stieg von -0,19 Euro auf +0,07 Euro.

Besonders wachstumsstark war das Online-Geschäft mit +13,4% auf 699 Mio. Euro und einem Umsatzanteil von 13,9%. Treiber war u.a. Click & Collect, das heißt online bestellte Ware im Geschäft abholen. Die Rate lag im zweiten Quartal bei 44%. Um im Wettbewerb mit den Pure Playern mithalten zu können, will das Unternehmen auf die Auswertung von Datenmaterial und Künstliche Intelligenz setzen, um die Preise pro-aktiv gestalten zu können. Weiter ausbauen will Ceconomy auch das Service-Angebot etwa durch neue Produkte. Der Bereich ist im zweien Quartal um 4,2% auf 333 Mio. Euro gewachsen.

Bedingt durch hohe Vorgaben im dritten Quartal 2017/18 (Fußballweltmeisterschaft, Geschenkgutscheine) erwartet Sonnenmoser von den Monaten April bis Juni in diesem Jahr keinen großen Ergebnisbeitrag. Im Gesamtjahr erwartet der Vorstand beim Umsatz ein leichtes Plus und beim Ebit sowie beim Ebitda ohne die Ergebnisbeiträge von Fnac Darty einen leichten Rückgang. Aufwendungen im Zuge des geplanten Kosten- und Effizienzprogramms sind darin noch nicht enthalten.