Ceconomy AG

Geschäftsverlauf liegt weiterhin im Plan

Foto: Media Markt Saturn

HIR DÜSSELDORF: Der erneute Wechsel an der Spitze des Ceconomy-Vorstands in nicht einmal einem Jahr hat die Geschäftsentwicklung des Unternehmens offenbar nicht beeinträchtigt. Nach den Worten von Chief Financial Officer (CFO) Karin Sonnenmoser wurden die Umsatzziele erreicht, während das Ergebnis leicht über den Erwartungen lag. Der Grund: die gute Geschäftsentwicklung in Spanien, Italien und Deutschland im vierten Quartal, das bei dem Spezialisten für Elektrofachmärkte in die Monate Juli bis September fällt.

Für das Geschäftsjahr 2018/19 (30.9.) verzeichnet die Ceconomy AG ein Währungs- und portfoliobereinigtes Umsatzwachstum von 0,8% auf 21,455 Mrd. Euro. Treiber waren zum einen die erfolgreichen Aktivitäten zum „Black-Friday“ Ende November 2018, die besser ausgestaltet waren als 2017, so dass das Weihnachtsgeschäft nicht durch vorgezogene Käufe  beeinträchtigt wurde, und zum andern durch starke Marketingkampagnen.

Auch das Online-Geschäft und die Verknüpfung von Online und Offline trugen im abgelaufenen Geschäftsjahr zum Wachstum bei. Der Online-Umsatz legte um 13% auf 13,7% des Gesamtumsatzes zu, nach 12,1% im Vorjahr und die „Pick-up-Quote“, das heißt: der Kunde bestellt online und holt in der Filiale ab, lag mit 47% um fünf Prozentpunkte über dem Vorjahr. Beeinträchtigt wurde das Online-Geschäft allerdings durch die Umstellung auf ein neues Warenlager in den Niederlanden, wodurch die Verfügbarkeit von Produkten phasenweise beeinträchtigt war. Ohne diese Reibungsverluste hätte das Wachstum nach Unternehmensangaben bei 15% gelegen. Der Bereich Services & Solutions wuchs um 1% und erreicht nun einen Anteil am Gesamtumsatz von 7,0%, nach 6,9% im Vorjahr.

Durch die Stabilisierung der Aktivitäten konnte laut Ferran Reverter, CEO von Media Markt Saturn, die das operative Geschäft der Fachmarkt-Ketten betreibt, der negativen Trend gestoppt werden. Bei seiner Wachstumsstrategie setzt er auf die Verbesserung der digitalen Kompetenzen und den Ausbau des Angebots von „Services & Solutions“. Fortschritte sieht Reverter auch bei der Zentralisierung des Unternehmens, was auch eine bessere Steuerung der Black-Friday-Saison 2019 ermögliche.

Die Ergebnisse des laufenden Strategieprozesses, der darauf abzielt, das Unternehmen stärker auf den Kunden auszurichten sowie die Supply Chain und das Cetegory Management zu zentralisieren, sollen nach den Worten von CEO Bernhard Düttmann, der Mitte Oktober kurzfristig den bisherigen CEO Jörn Werner abgelöst hat, wie geplant zum Jahreswechsel vorstellen. Bisher nur so viel: „Im vergangenen Geschäftsjahr haben wir spürbare Fortschritte erzielt.“ Doch es sei klar, dass die Strategie weiterentwickeln und konsequent umgesetzt werden müsse.