Deutsche Euro Shop AG

Einmaleffekt begünstigt Ergebnisentwicklung

Foto: Deutsche Euro Shop AG

HIR DÜSSELDORF: Beim börsennotierten Shopping-Center-Investor Deutsche Euro Shop AG haben das operative Wachstum und ein einmaliger Steuereffekt im ersten Quartal zu einer Erhöhung der Geschäftsergebnisse geführt. So stieg das Nettobetriebsergebnis (NOI) um 1,0 % auf 50,6 Mio. Euro und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 0,6 % auf 49,3 Mio. Euro.

Beim Umsatz erzielte die Deutsche Euro Shop AG aus Hamburg in den ersten drei Monaten 2019 ein Umsatzwachstum von 0,3% auf 56,2 Mio. Euro. Das eher moderate Wachstum spiegelt die Tatsache wider, dass sich das Unternehmen bei der Akquisition von weiteren Einkaufszentren derzeit zurückhält. Die vorerst letzte Übernahme war das Olympia Center im tschechischen Brünn (Foto: Deutsche Euro Shop).

Wie das Unternehmen weiter mitteilt, beeinflusste zusätzlich ein positiver Einmaleffekt die Geschäftsergebnisse. So habe im Rahmen eines anhängigen Revisionsverfahrens der Große Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) entschieden, „dass die Inanspruchnahme der sogenannten erweiterten gewerbesteuerlichen Kürzung bei der Beteiligung an rein grundstücksverwaltenden Personengesellschaften – wie sie die Deutsche Euro Shop hält – möglich ist“.

Laut Wilhelm Wellner, Sprecher des Vorstands, revidiert die aktuelle Entscheidung ein früheres BFH-Urteil aus dem Jahr 2010, auf dessen Grundlage dem Center-Spezialisten die Befreiung von Erträgen von der Gewerbesteuer verwehrt worden war. „Wir erwarten auf Grund der jetzigen Entscheidung, dass unseren Einsprüchen gegen entsprechende Steuerfestsetzungen der Vorjahre stattgegeben wird und uns Erstattungsbeträge von insgesamt 9,7 Mio. Euro zufließen werden.“

Das gute operative Ergebnis, Zinseinsparungen im Zusammenhang mit günstigen Refinanzierungen sowie einmalige Zinserträge im Zusammenhang mit der erwarteten Steuererstattung führten zu einem Ergebnis vor Steuern und ohne Bewertung, das mit 42,3 Mio. Euro um 7,2 % über Vorjahresniveau lag. Das Konzernergebnis inkl. der erwarteten Steuererstattung stieg um 29,8% von 30,4 Mio. auf 39,4 Mio. Euro.

Das Ergebnis je Aktie (EPRA Earnings) erhöhte sich durch den Einmaleffekt nach Unternehmensangaben um 28,3% auf 0,77 Euro. Ohne den Effekt liege das Plus bei 2,9%. Und die um Einmaleffekte bereinigten FFO (Funds from Operations) legten um 1,6% auf 38,4 Mio. Euro zu. Für das Geschäftsjahr 2019 hält der Vorstand an seiner jüngst veröffentlichen Prognose fest.