Stadt-Logistik

Eine Antwort auf die Flächenknappheit

Visualisierung des City Dock in Berlin. Bild: Panattoni Europe

HIR DÜSSELDORF. Durch die fortschreitende Verstädterung und Urbanisierung sehen sich Projektentwickler von Gewerbeimmobilien mit einem akuten Flächenmangel und hoher Konkurrenz aus den Bereichen Wohnen und Büro konfrontiert. Mit dem Konzept „City Docks“ liefert Panattoni Europe eine Antwort auf die Flächenknappheit in den Ballungsräumen. Diese kleinteiligen, flexibel nutzbare Businessparks stehen einer Vielzahl möglicher Nutzer aus klein- bis mittelständischen Unternehmen aus Gewerbe und Handel offen. Der erste City Dock entsteht bereits in Berlin.

Angesichts von Verstädterung und Urbanisierung sind Projektentwickler immer dringender dazu aufgefordert, innovative Ideen zur Lösung der Flächenknappheit in den Städten vorzulegen. Mit den City Docks stellt der unabhängiger Full Service-Entwickler für Logistik- und Industrieimmobilien, Panattoni Europe, ein Konzept vor, das vor allem für Unternehmen aus dem Bereich Gewerbe und Einzelhandel interessante Perspektiven aufzeigt. Bei den City Docks handelt es sich um kleinteilige Businessparks, die, entweder Stadt-nah oder direkt in den Städten gelegen, durch eine flexibel nutzbare Fläche eine Verwendung durch eine Vielzahl potenzieller Mieter möglich macht und damit einem breiten Spektrum an Zielgruppen offensteht. Die Businessparks sind auf Grund ihrer Multifunktionalität sowohl für kleine bis mittelständische Unternehmen als auch für Start-ups und Nutzer aus dem Handels- sowie Gewerbebereich interessant.

Dabei lassen sich die Units so weit an den individuellen Bedarf anpassen, dass Flächen schnell und einfach erweitert werden können. Ein koordiniertes Facility Management spart zudem zusätzliche Kosten und deckt alle nötigen Belange wie Energieversorgung, Brandschutz und Sicherheit ab. Vor allem aber sind die Businessparks zentral gelegen und verfügen über eine hervorragende Anbindung.

„Die City Docks sind auf Grund ihrer zentralen Lage und Anbindung für Unternehmen aus einer Vielzahl unterschiedlicher Branchen geeignet. Das fängt bei Einzelhändlern an, die inzwischen nahezu alle über Multi-Channel-Strategien nachdenken oder diese umsetzen.“, erklärt Fred-Markus Bohne, Managing Partner von Panattoni Europe: „Aber auch für etablierte Filialbetreiber mit Zweigniederlassung ist das Konzept interessant. City Docks können durch ihre multifunktionale Nutzbarkeit für die Produktion, als Showroom, oder auch als Repair Center verwendet werden.“

Für den Entwickler haben die City Docks deshalb enormes Potenzial, zur Lösung des Flächenproblems in den Ballungsräumen einen wichtigen Beitrag zu leisten. „Es besteht ein dringender Handlungsbedarf, der eine entsprechend große Nachfrage nach innovativen Lösungen wie den City Docks bedingt. Wir sehen deswegen auch und gerade in der Zukunft ein enormes Potenzial für unser Konzept“, stellt der Managing Partner fest. Trotz der hohen Konkurrenz mit den Asset-Klassen Büro- und Wohnimmobilien ist Panattoni Europe bei der Suche nach Standorten optimistisch. „Gerade in den Städten werden die Grundstücke immer knapper, dennoch verfügen wir durch die Zusammenarbeit mit unseren Partnern und die erfolgreiche Realisierung vergangener Projekte über ein gutes und stabiles Netzwerk, das uns die Entwicklung erleichtert“, sagt Bohne: „Hier hat sich auch und vor allem unsere verstärkte Kooperation mit den Kommunen und kommunalen Entscheidungsträgern als fruchtbar erwiesen“.

Ein weiterer Faktor, der die Grundstückssuche erleichtert, ist die vorwiegende Entwicklung von City Docks auf Brownfields. Die Errichtung von Businessparks auf solchen Industriebrachen ist zwar aufwendig und erfordert enormes Know-how u.a. beim Abriss von Bestandsgebäuden und der Gefahrgutentsorgung, leistet aber durch mangelnde Bodenversieglung einen Beitrag zur Nachhaltigkeit und spart Fläche.

Der Startschuss für die Entwicklung des ersten City Docks durch Panattoni Europe fiel im August 2019 in einem Brownfield in Berlin Spandau, wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Auf dem rund 21 000 qm großen Areal soll für 25 Mio. Euro ein aus drei Gebäuden bestehender Businesspark mit einer Mietfläche von etwa 15 000 qm entstehen. Dabei spielt auch das Thema Nachhaltigkeit eine Rolle, denn die Immobilie wird dem DGNB-Gold-Standard entsprechen. Mit den Rückbauarbeiten soll im ersten Quartal 2020 begonnen werden, die Fertigstellung ist Ende nächsten Jahres geplant.