rv DÜSSELDORF: Der Bestandshalter von Nahversorgungsimmobilien Deutsche Fachmarkt AG (DEFAMA) ist weiter auf Expansionskurs. So hat das Unternehmen in den ersten neun Monaten 2025 insgesamt 14 neue Fachmarktobjekte erworben. Nachdem eine Fachmarktimmobilie in Templin verkauft wurde, umfasste das Portfolio Ende September 79 Objekte. Zwei weitere Objekte wurden im Oktober beurkundet und der im Juni gemeldete Portfolio-Kauf wird im vierten Quartal ergebniswirksam. Bis zum Jahresende erwartet der Vorstand noch weitere Akquisitionen.
Die ab Oktober erworbenen Objekte werden nach Angaben der Deutsche Fachmarkt AG (DEFAMA) bei Vorlage der Quartalszahlen für die ersten neun Monate erst 2026 ergebniswirksam. Positive Impulse bei den Mieterträgen erwartet der Vorstand auch von den verschiedenen Umbauprojekten, die sich bereits in der Umsetzung oder in der Planungsphase befinden. Vor dem Hintergrund dieser günstigen Entwicklung bestätigt das Unternehmen seine für das Jahr 2025 gesteckten Ziele, wonach ein Jahresüberschusses von mehr als 5 Mio. Euro angestrebt wird.
Der Betrag könnte auch noch höher liegen, weil das Unternehmen nach dem Quartalsstichtag seinen Nahversorger in Brand-Erbisdorf verkauft hat und das Objekt in Waltershausen (Foto: DEFAMA) voraussichtlich noch zum Jahresende verkaufen wird. Bei den Funds From Operations (FFO) wird ein Anstieg auf 11 Mio. Euro prognostiziert und bei der Dividende eine Erhöhung angestrebt. Die in den ersten neun Monaten erzielten Zahlen sieht der Vorstand als gute Grundlage, um die für das Gesamtjahr 2025 gesteckten Ziele zu erreichen.
Insgesamt verzeichnete der Bestandshalter in den ersten drei Quartal beim Umsatz einen Anstieg von 19,9 Mio. auf 23,0 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erhöhte sich von 13,6 Mio. auf 15,2 Mio. Euro. Dagegen blieb das Ergebnis vor Steuern (Ebt) mit 5,1 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreswert konstant und auch das Nettoergebnis lag mit 4,0 Mio. Euro nur knapp über dem Vorjahreswert von 3,9 Mio. Euro. Der Vorstand begründet das mit dem positiven Sondereffekt im Vorjahr durch den Verkauf des Objekts in Büdelsdorf. Mehr Klarheit gibt deshalb der Blick auf die Funds From Operations (FFO), bei denen dieser Sondereffekt herausgerechnet wurde. Der Wert erhöhte sich von 7,6 Mio. auf 8,2 Mio. Euro und die FFO je Aktie von 1,59 Euro auf 1,71 Euro.
Im schwierigen Marktumfeld profitiert die DEFAMA nach eigenen Angaben von ihrer soliden Aufstellung und ihrer Zinsbindung für durchschnittlich 7,5 Jahre, wodurch das Unternehmen auch für etwaige neue Verwerfungen an der Zinsfront gut gerüstet sei. Zudem arbeitet der Vorstand daran, „das durch die teils weit fortgeschrittenen Tilgungen vieler Bestandsobjekte entstandene Potenzial zu realisieren“, wie es im Quartalsbericht heißt. Dabei könnte es um eine Refinanzierung mit erhöhter Beleihung oder um Liquidität generierende Verkäufe gehen.
Auch bei der Finanzierung von Seiten seiner angestammten Banken und von neuen Finanzierungspartnern sieht sich das Unternehmen mit Blick auf viele attraktive Objektangebote, die in der Ankaufprüfung sind, in einer guten Lage. Der Vorstand ist daher sehr zuversichtlich, das Wachstum der Vorjahre durch weitere Zukäufe oder wertsteigernde Investitionen in das Bestandsportfolio fortsetzen zu können.



