Deutsche Euro Shop SE

Vorstand bestätigt Prognose für 2026

Das Main-Taunus-Zentrum Foto: DES

rv DÜSSELDORF: Das Geschäft des börsennotierten Shopping-Center Investors Deutsche Euro Shop SE hat sich im ersten Halbjahr – ungeachtet der eher schwachen Verbraucherstimmung und der geopolitischen Unsicherheiten – weiter stabilisiert. Die Immobilienwerte, die seit 2025 wieder leicht ins Positive gedreht sind, setzten diesen Trend auch im laufenden Jahr fort. An seiner Prognose für 2026 hält der Vorstand vor diesem Hintergrund fest.

Weitere Indikatoren für diese Stabilität des Unternehmens sind aus Sicht von Hans-Peter Kneip, CEO der Deutsche Euro Shop SE (DES), der Anstieg der Mieterumsätze um durchschnittlich 2,4% in den 21 Einkaufszentren des Unternehmens in Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien und Ungarn, an denen der Shopping-Center-Investor beteiligt ist – ungeachtet der Tatsache, dass die Frequenz um 1,3% unter dem Vorjahreswert zurückblieb. Offenbar haben die Besucher in diesem Jahr wieder mehr gekauft. Auch die Vertragsmieten sind laut Kneip weiter gestiegen, was sich positiv auf die Immobilienwerte ausgewirkt hat. Die Vermietungsquote blieb mit 95,4% – nach 95,7% – auf unverändert hohem Niveau. „Unsere Shopping-Center haben sich im ersten Halbjahr 2026 insgesamt erfreulich entwickelt“, so der CEO: „Auch wirtschaftlich liegen wir im Rahmen unserer Erwartungen und bestätigen daher unsere Prognose für das Gesamtjahr."

Diese sieht für 2026 einen Umsatz in der Bandbreite von 269 Mio. bis 277 Mio. Euro vor. 2025 hatte der Umsatz bei 270,4 Mio. Euro gelegen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) erwartet der Vorstand in der Spanne von 211 Mio. bis 219 Mio. Euro – nach 214,4 Mio. Euro im Vorjahr. Und das Ergebnis von Steuern (Ebt) ohne Bewertungsergebnis sollte sich bei 134 Mio. bis 142 Mio. Euro bewegen. 2025 lag das Ebt bei 165,2 Mio. Euro. Die Funds from Operations (FFO) werden in der Spanne von 134 Mio. bis 142 Mio. Euro erwartet und die FFO je Aktie bei 0,92 Euro.

In den ersten sechs Monaten 2026 ist der Umsatz gemessen am Vorjahreszeitraum um 1,5% auf 133,3 Mio. Euro gestiegen, was die Deutsche Euro Shop vor allem mit gestiegenen Vertragsmieten und Abfindungen von Mietern begründet. Das Ebit legte um 1,4% auf 105,4 Mio. Euro zu. Dass das Ebt im ersten Halbjahr dagegen um 6,3% auf 70,4 Mio. Euro gesunken ist, wird mit dem gestiegenen Zinsaufwand vor allem im Kontext der im Vorjahr begebenen Anleihe begründet. Das Konzernergebnis lag mit 71,2 Mio. Euro um 2,0% über dem Vorjahreswert und die FFO liegen mit 0,92 Euro je Aktie bislang auf dem für 2026 erwarteten Wert.

Eine positive Bilanz zieht die Deutsche Euro Shop auch für ihr Top-Objekt Main-Taunus-Zentrum, das mit der Eröffnung des Gastronomie- und Restaurant-Konzepts Food Garden in einer offenen Gartenlandschaft im April 2025 einen neuen Weg eingeschlagen hatte. Hier wirkt sich der innovative Gastronomiebereich positiv auf die Frequenz aus. Mit Blick auf die Online-Konkurrenz sind steigende Besucherzahlen im Center von großer Bedeutung. „Die jüngste Auszeichnung mit einem DGNB-Zertifikat in Gold bestätigt zugleich den hohen Nachhaltigkeitsstandard des Projekts“, teilt die DES mit. Die Aktionäre erhalten für 2025 eine Dividende in Höhe von 1,00 Euro je Aktie.