Deutsche Euro Shop AG

Stetige Erholung nach dem Tiefpunkt im April

Das Main Taunus Zentrum. Foto: Deutsche Euro Shop

rv DÜSSELDORF: Seit dem Shutdown im März/April verzeichnet der börsennotierte Shopping-Center-Investor Deutsche Euro Shop aus Hamburg in seinen 21 Bestands-Shopping-Centern einen kontinuierlichen Aufwärtstrend. Dabei zeigen die Vergleichszahlen von Anfang März bis Ende August eine Berg- und Talfahrt.

Nach den angeordneten Schließungen im Frühjahr sind die Einkaufszentren der Deutsche Euro Shop AG fast vollständig geöffnet. In Deutschland liegt die Öffnungsquote inzwischen bei 97,5%, in Österreich bei 97,2%, in Polen bei 97,4%, in Tschechien bei 96,2% und in Ungarn bei 95,7%. Am schwierigsten war die Lage in den Shopping-Centern mit Blick auf die Frequenz, die Umsätze der Einzelhandelsmieter und der „Collection Ratio“, also dem Verhältnis aus tatsächlich bezahlter Miete und eigentlich fälliger Miete, im Monat April.

Lag die Frequenz im Schnitt aller Länder im März noch bei 55% des normal üblichen Wertes, sackte sie im April auf 28% ab. Das dürfte auch der Tatsache geschuldet sein, dass die Großbetriebe nach der Lockerung ab 20. April in Deutschland noch nicht öffnen durften. Damit fehlten im April die Frequenzbringer.

Mit der kontinuierlichen Öffnung der größeren Betriebe im Laufe des Monats Mai erhöhte sich die durchschnittliche Frequenz auf 61% und stieg mit den fortschreitenden Lockerungen in immer mehr Branchen wie auch in der Gastronomie über 71% im Juni und 78% im Juli auf 80% im August. Mit der wachsenden Frequenz haben sich auch die Umsätze der Mieter wieder deutlich erhöht. Im März, der deutschlandweit erst ab dem 23. des Monats als offizieller Shutdown-Termin für den größten Teil des Nonfood-Handels galt, lag der Umsatz noch bei 55% des Normalwertes, sackte im stärker von der Schließung betroffenen April mit dem Ausfall des Ostergeschäfts auf 31% ab, um dann wieder kontinuierlich zu steigen, auf 67% im Mai, 82% im Juni, 88% im Juli und 90% im August.

Auch die Collection Ratio erreichte im April mit 45% der tatsächlich gezahlten Miete ihren Tiefpunkt. Im März hatten die Mieter noch 95% der fälligen Mieten bezahlt. Aber auch im Mai zeigten sich noch die Folgen der nur schleppenden Lockerungen für die Einzelhandelsbetriebe mit mehr als 800 qm Verkaufsfläche. Die Collection Ratio erhöhte sich nur auf 49%. Seit Juni stieg die Quote kontinuierlich von durchschnittlich 60% über 87% im Juli auf 89% im August.

Laut Deutsche Euro Shop entfällt auf die Mieter in den 21 Bestands-Centern, die sich in Insolvenz- oder Schutzschirmverfahren befinden, 7,3% der Mieten. Hoffnung setzt der Center-Investor auf die Aussage der betroffenen Unternehmen, dass sie die „Sanierung ihrer Geschäftsaktivitäten“ anstreben. Deshalb geht er aktuell davon aus, dass ein großer Teil der Shops auch weiterbetrieben werden kann. Zum Portfolio gehören u. a. das Main-Taunus-Zentrum (Foto) bei Frankfurt, die Altmarkt-Galerie in Dresden und die Galeria Baltycka in Danzig.