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Real-Verkauf soll bis Mitte 2020 abgeschlossen sein

Bis Mitte 2020, so erwartet Metro-Chef Olaf Koch, soll der Verkauf der SB-Warenhaus-Tochter Real an den alleinigen Käufer SCP Group abgeschlossen sein. Der aktuelle Stand ist, dass mit dem Käufer eine Einigung erzielt und der Signing-Prozess gestartet wurde. Die bisherigen Pläne sehen vor, dass die Marke Real für 24 Monate durch den Weiterbetrieb von 50 Märkten zunächst erhalten werden soll, wobei der Betreiber SCP Group laut Koch in einigen Service-Bereichen wie etwa Logistik von der Metro unterstützt wird. Des Weiteren geht Koch nach heutigem Stand davon aus, dass etwa 30 weniger lukrative Real-Standorte geschlossen werden. Der weitausgrößte Teil des aktuellen Filialnetzes aus noch 276 Märkten soll an andere Lebensmittelhändler abgegeben werden.

Da die großen Spieler im deutschen Lebensmittelhandel wie Edeka, Rewe und Schwarz-Gruppe mit Kaufland und Lidl bereits einen hohen Marktanteil am Lebensmitteleinzelhandel haben, wird das Bundeskartell die Übernahme von Real-Märkten genau prüfen müssen. Koch rechnet aber damit, dass die kartellrechtlichen Entscheidungen Mitte 2020 vorliegen werden.

Die Abgabe von Real begründete der Metro-Chef während der Telefonkonferenz vor allem damit, dass eine genaue Prüfung der ökonomischen Grundlage des Real-Geschäfts ergeben habe, dass vor allem die Personalkosten nicht so stark angepasst werden konnten, dass die ökonomische Tragfähigkeit gewährleistet sei.

Im ersten Quartal 2019/20, das mit dem Weihnachtsgeschäft zusammenfällt, erzielte Real laut Quartalsbericht ein Umsatzwachstum von 0,6%. Das Ebitda ohne Ergebnisbeiträge aus Immobilienverkäufen ging von 142 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf etwa 120 Mio. Euro zurück.