Deutsche Euro Shop AG

Immobilienwerte 2025 leicht gestiegen

Food Garden im Main Taunus Zentrum. Foto: Deutsche Euro Shop

rv DÜSSELDORF: Nach einem stabilen Geschäftsverlauf im Jahr 2025 erwartet der Shopping-Center-Investor Deutsche Euro Shop (DES) im laufenden Jahr steigende Mieteinnahmen und einen Anstieg beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit). Die Aktionäre sollen für 2025 eine Dividende von 1 Euro je Aktie erhalten.

Aus Sicht von Vorstand Hans-Peter Kneip hat das Geschäftsjahr 2025 gezeigt, dass sich die Shopping-Center der Deutschen Euro Shop „auch in einem herausfordernden Umfeld resilient entwickeln“. Vor allem die positive Dynamik im Jahresverlauf sowie die erfolgreiche Platzierung des Green Bonds mit einem Volumen von 500 Mio. Euro bei einer Laufzeit von 5,3 Jahren unterstreichen aus seiner Sicht, dass sich das Geschäftsmodell des Hamburger Shopping-Center-Investors bewährt.

Optimismus schöpft der Vorstand bei Vorlage der Jahreszahlen für 2025 aus der Tatsache, dass sich das operative Geschäft nach einem verhaltenen Auftakt im ersten Quartal im weiteren Jahresverlauf spürbar belebt hat, abzulesen am Anstieg der Mieterumsätze um +2,2% und im Anstieg der vergleichbaren Mindestmieten um +0,6%. Dem hat der leichte Rückgang bei der Frequenz um -0,4% keinen Abbruch getan. In dieses Bild passt auch, dass sich die Immobilienwerte 2025 leicht positiv entwickelt haben, was sich nach Unternehmensangaben inklusive der Investitionen in den Immobilienbestand 2025 in einem Bewertungsergebnis von +14,4 Mio. Euro widerspiegelte, nachdem der Wert 2024 noch bei -14,6 Mio. Euro gelegen hatte. „Auf Grund steigender Vertragsmieten hat sich die Immobilienbewertung im Berichtsjahr stabilisiert und es erfolgte nach Jahren rückläufiger Bewertungen wieder eine leichte Aufwertung des Immobilienbestands“, teilt das Unternehmen mit. Damit dürfte die Deutsche Euro Shop die Folgen der Krisenjahre hinter sich lassen.

2025 lagen die Umsätze mit 270,4 Mio. Euro zwar unter dem Wert von 2024, bewegten sich aber im Rahmen der für 2025 herabgesetzten Prognosen. Damals begründete der Vorstand den Rückgang damit, dass den gestiegenen Vertragsmieten auf der einen Seite gewährte Mietanreize und niedrigere Umlagen von Grundsteuern und Versicherungen auf der anderen Seite gegenüberstanden, sodass die operativen Centeraufwendungen stiegen. Auch das Ebit lag mit 214,4 Mio. Euro im Rahmen der Jahresprognose, genauso wie das Ergebnis vor Steuern (Ebt) ohne Bewertungsergebnis mit 165,2 Mio. Euro. Wegen des höheren Bewertungsergebnisses lag das Konzernergebnis mit 215,1 Mio. Euro um 91,5 Mio. über dem Ergebnis von 2024 mit 123,5 Mio. Euro und das Ergebnis je Aktie stieg von 1,62 Euro auf 2,84 Euro.

Auch auf der Finanzierungsseite sieht sich das Unternehmen mit Blick auf eine gewichtete Restlaufzeit von 4,9 Jahren über alle Finanzierungen zum Jahresende bei einem durchschnittlichen Zinssatz von 3,2% gut aufgestellt. Alle 2026 fälligen Kredite seien refinanziert und weitere Refinanzierungen stehen erst wieder 2027 an. Als wesentlichen operativen Meilenstein des Jahres 2025 bezeichnet der Vorstand die Eröffnung des 9 000 qm großen Food Garden (Foto) im Main-Taunus-Zentrum im April mit seinem modernen Gastronomie- und Aufenthaltskonzept. Dadurch sei die Besucherfrequenz im Center um rund 12% gestiegen.