Intersport Deutschland eG

Gruppe forciert Omnichannel-Strategie

Foto: Intresport

rv DÜSSELDORF. Die Verbundgruppe Intersport Deutschland eG mit bundesweit 700 angeschlossenen Facheinzelhändlern hat mit einem Außenumsatz von 3,46 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2024/25 das Rekordniveau des Vorjahres wieder erreicht. Megatrends wie Sport und Gesundheit sowie die Forcierung der Omnichannel-Strategie haben zum Erfolg beigetragen. Hinzu kommt die 50%ige Beteiligung an der Unitex GmbH. 2026 feiert die Verbundgruppe ihr 70. Jubiläum.

Dabei verfolgt das Unternehmen nach den Worten von Alexander v. Preen, CEO der Intersport Deutschland,  ehrgeizige Pläne: „Unser Ziel ist ein jährliches, qualitatives Wachstum von im Durchschnitt über 5% bis 2030.“ Fundament dieses Ziels ist die Investition in Effizienz, Service und Expansion, sowohl stationär als auch online.

Die 50%ige Beteiligung an der Unitex GmbH im vergangenen November, bezeichnet v. Preen während der Jahrespressekonferenz als zentrales Highlight des Geschäftsjahres. Damit sichert sich Intersport Zugang zu einem Mode- und Lifestyle-Verbund mit über 800 Mitgliedern. Die Unitex bezeichnet sich als Service- und Dienstleistungsverbund für den Mode-Handel in Deutschland und Österreich mit Fokus auf Digitalisierung. Als einzige Verbundgruppe in dieser Branche verfügt sie über eine „bankgesicherte Zentralregulierung“. Dabei handelt es sich um ein effizientes Finanzdienstleistungs- und Abrechnungssystem, das den Zahlungsverkehr zwischen Lieferanten und Mitgliedern erleichtert.

Mit Blick auf seine Finanzstärke will Intersport Deutschland auch sein organisches Wachstum durch die Eröffnung neuer Sportfachmärkte vorantreiben. Dabei ist das Ziel von 100 neuen Standorten bis 2030 klar formuliert. Laut von Preen ist die Verbundgruppe auch „voll auf Kurs“. So wurden im vergangenen Geschäftsjahr zwölf neue Märkte eröffnet und an vier Standorten die Flächen deutlich vergrößert. Darüber hinaus fördert die Genossenschaft mit ihrem flexiblen Existenzgründungsprogramm „Selbstständig mit Intersport“ Interessenten und bietet bei Nachfolgeprojekten passgenaue Lösungen an. Denn gerade im Facheinzelhandel müssen Läden oft geschlossen werden, weil sich kein Nachfolger findet.

Weiter geht es auch mit dem Premiumsegment des Sportfachhandels, dem Intersport-Flagship-Konzept. Nach der erfolgreichen Eröffnung der ersten vier Häuser ist das Netz seit Januar 2026 um sechs weitere Filialen gewachsen. Dazu gehören Sport Förg in Augsburg, Intersport Krumholz in Mülheim-Kärlich, Engelhorn Sports in Mannheim, Sport Reischmann in Kempten und Ravensburg sowie L&T in Osnabrück.

Ein wichtiger Meilenstein ist für den Verbund im Rahmen seiner Omnichannel-Strategie die digitale Regalverlängerung für 1 400 Intersport-Stores. Sie ermöglicht es den Kunden zusammen mit der Bedienung im Laden auf das gesamte Online-Sortiment zuzugreifen. Produkte, Größen und Farben können vor Ort online bestellt und wenige Tage später abgeholt werden. Davon profitieren auch die Markenhersteller, die ihre Zielgruppe so in über 800 kooperierenden Läden erreichen können. Laut Thomas Storck, stellvertretender Vorstandschef und CFO konnte Intersport 2024/25 mit „intersport.de“ im Omnichannel-Business um 19% wachsen. Zum 70. Jubiläum plant die Verbundgruppe viele Sportevents und Jubiläumskampagnen.