Ratisbona Handelsimmobilien

Entwickler forciert Bau von „grünen Märkten“

Netto-Markt in Lappersdorf in Holzbauweise. Foto: Ratisbona

rv DÜSSELDORF.Ungeachtet der Corona-Pandemie kann der Entwickler und Investor Ratisbona Handelsimmobilien aus Regensburg für 2020 eine gute Bilanz ziehen: Etwa 42 000 qm Einzelhandels- und Gewerbemietfläche wurden realisiert und 29 Immobilienprojekte in Deutschland, Spanien und Portugal fertiggestellt. Gleichzeitig baute der Spezialist für Lebensmittelmärkte und Fachmarktzentren den Bereich Mixed-Use-Objekte aus. Auch für 2021 ist die Pipeline gut gefüllt.

Bei all diesen Projekten steht das Thema Nachhaltigkeit unvermindert im Vordergrund, wie der geschäftsführende Gesellschafter Sebastian Schels (Foto) betont: „Wir arbeiten bei all unseren Projekten mit der digitalen Arbeitsmethode Building Information Modelling (BIM). Das ist der erste Schritt für eine ressourcenschonende Projektentwicklung, denn nachhaltiges Bauen beginnt bereits mit einer vorrausschauenden Planung.“ Dabei sollen im laufenden Jahr die Anstrengungen, langfristige und nachhaltige Baulösungen zu finden, noch verstärkt werden, da „grüne Märkte“, die als „Kreislaufimmobilien“ konzipiert werden, mit Blick auf den Klimawandel heute die Zukunft sind.

Wichtige Themen sind neue, nachhaltige Planungs- und Baulösungen wie etwa der neue Netto-Markt im bayerischen Furth im Wald, bundesweit der zweite Lebensmittelmarkt, der in Holzbauweise entstanden ist. Den ersten Netto-Markt dieser Art hatte Ratibona Handelsimmobilien im Vorjahr in der oberpfälzischen Gemeinde Lappersdorf (Foto: Ratisbona) gebaut.

Mit Blick auf die verstärkte Konzeption von grünen Märkten und Kreislaufimmobilien hat Ratisbona ein spezialisiertes Analyseunternehmen mit einem Baustoff-Screening und der Bewertung ökologisch nachhaltiger Ansätze beauftragt. Um künftig den eigenen ökologischen Fußabdruck messen zu können, lässt Ratisbona 2021 zudem erstmals eine CO2-Bilanz erstellen - auch, um so noch das bestehende Verbesserungspotenzial aufzeigen zu können. Genauso gibt es ein Smart-Green-Keeping-Konzept für die Außenanlagen mit hitzebeständigen Stauden mit geringem Wasserbedarf aus Früh- und Spätblühern im Frühjahr und Sommer für die Insekten.

Dass dabei die Mieter, die ihrerseits auf Nachhaltigkeit setzen, mit ins Boot geholt werden, wie Schels sagt, liegt auf der Hand: Durch den Schulterschluss mit gleichgesinnten Partnern gelinge es besser, die Standards beim Bau neuer Lebensmittelmärkte weiterzuentwickeln. Die Resonanz war nach seinen Worten bisher positiv.

Die 29 im Vorjahr realisierten Projekte verteilen sich mit 26 vor allem auf Deutschland - schwerpunktmäßig auf Nahversorgungsimmobilien für führende Lebensmittelanbieter wie Netto, Edeka, Rewe und Aldi. Zwei Objekte wurden in Spanien und eines in Portugal realisiert. Im portugiesischen Porto wurde das denkmalgeschützte Hotel da Ponte aus einer ehemaligen Portweinlagerstätte entwickelt. 2021 plant der Entwickler in den Stammregionen rund 35 neue Projekte, etwa drei Viertel davon in Deutschland und wiederum vor allem Supermärkte und Discounter – elf davon sind bereits im Bau. Zudem sind weitere Mixed-Use-Immobilien sind in Planung.