Vom Ankermieter zum aktiven Gestalter: Der klassische Handelsplatz steht an einem Wendepunkt. Kaufland hat diese Entwicklung frühzeitig erkannt und seine strategische Rolle grundlegend erweitert: Das Unternehmen agiert traditionell als wesentlicher Frequenzanker.
Täglich besuchen zigtausende von Kunden die Kaufland-Filialen, um sich mit Lebensmitteln zu versorgen. Zeitgleich verlangen Kunden jedoch nach bequemen, attraktiven, Zeit sparenden und gut erreichbaren Handelsplätzen, wo man am besten alles für den Alltag Notwendige zentral erledigen kann. Marktplätze verkörpern seit jeher Handel, Erleben, Verweilen, Genuss und verbinden Menschen miteinander. Sie sind dort zu finden, wo Menschen leben. Kaufland sieht sich nicht nur als Lebensmittelhändler, sondern als aktiver Entwickler und Betreiber von modernen Handelsplätzen. Projekte wie der Remspark (Foto) in Waiblingen, das Gutenberg Center in Mainz oder das Alex Center in Regensburg markieren diesen Wandel vom reinen Lebensmitteleinzelhändler zum ganzheitlichen Ökosystembetreiber von Handelszentren.
Diese Neuausrichtung basiert auf der Erkenntnis, dass die Zukunftsfähigkeit eines Standorts untrennbar mit der Vernetzung von anderen Händlern und Dienstleistern in Kombination mit der Aufenthaltsqualität des gesamten Objekts verbunden ist. Um diese komplexen Aufgaben in Eigenregie zu steuern, hat Kaufland einen schlagkräftigen Immobilienbereich, vom TFM bis zum Vermietungsmanagement, etabliert.
Die Revitalisierung etablierter Handelsstandorte, egal ob in Klein- oder Großstädten, urbanen oder ländlichen Räumen, bietet enorme Chancen. Oft bieten solche Handelszentren eine tief verwurzelte Kundschaft und verfügen über exzellente Lagen. Die Herausforderung liegt jedoch in der Transformation oft monolithischer Altstrukturen in flexible, moderne Handelsflächen.
Hier greift das Konzept Ökosystem Großfläche: Es geht um die strategische Neuordnung des gesamten Areals und bewusste investive Entscheidungen. Verschiedene Händler, Dienstleister, Gastronomen und Lebensmittelanbieter davon zu überzeugen, dass sich Investments in überalterte Handelsimmobilien lohnen, um gemeinsam auf bewährte Frequenzen aufzubauen, zusammen einen Handelsplatz zukunftsfähig zu machen und Synergien zwischen den Akteuren zu kreieren: Das ist der Schlüssel zum Erfolg!
Genau diesen Weg verfolgte Kaufland 2025 mit dem ehemaligen Real in Haßloch, dem heutigen Rehbach Center. Gemeinsam mit dem Eigentümer, den bereits vor Ort vertretenen Mietpartnern, neuen Interessenten und Kaufland wurde ein Handelsstandort in einem kleinen Ort in Rheinland-Pfalz aus dem Dornröschenschlaf geweckt:
1.) Kaufland wandelte die ehemalige Real-Fläche anteilig in 5 000 qm Verkaufsfläche um.
2.) Auf rund 9 000 qm vereint das Center heute über 15 Fachmärkte und Dienstleister. Durch die Ansiedlung von Partnern wie Rossmann und Woolworth sowie die Reaktivierung von Flächen für Partner wie AWG oder Bahlsen entstand ein stimmiger, bedarfsorientierter Branchenmix. Nebenher können die Kunden diverse Foodkonzepte nutzen. Zukünftig soll ein Fitnessstudio für noch mehr Kundenbindung am Standort sorgen.
3.) Neben einer vollständigen Dachsanierung wurde konsequent in eine moderne Technik und in E-Mobilität investiert.
Flankiert wird die Immobilienstrategie von Kaufland durch eine klare operative Ausrichtung bei Kaufland als Frequenztreiber: In den Fokus nimmt Kaufland das Thema Frische und Qualität. Kampagnen wie „Kaufland – RICHTIG FRISCH“ positionieren die Kernkompetenz von Kaufland als Top-Lebensmittelhändler. Parallel sorgt ein vollständiger Eigenmarken-Relaunch bei über 4 500 Produkten für eine klare Markenführung und verbesserte Orientierung für die Kunden.
Die gleichbleibend qualitative Bewirtschaftung von großflächigen Ökosystemen ist eine wichtige Säule, um Handelsplätze nachhaltig erfolgreich betreiben zu können. Das erfordert viel Engagement, Kreativität und Zeit. Seit kurzem bewirtschaftet Kaufland eigenverantwortlich Handelszentren wie unter anderem in Haßloch, Waiblingen und Mainz. Das „Ökosystem Großfläche“ beweist: Wenn Tradition auf Innovation trifft, bleibt der stationäre Handel der unverzichtbare Ankerpunkt für Leben und Erleben.
*) Der Artikel wurde dem Shopping-Center Report 2026 von EHI Retail Institute Köln und German Council of Shopping Places entnommen.



