Deutsche Fachmarkt AG

Die 500-Millionen-Euro-Marke im Blick

Fachmarktzentrum in Havelberg. Foto: Defama

rv DÜSSELDORF. Der Vorstand der Deutschen Fachmarkt AG (DEFAMA) sieht auch 2026 weitere Wachstumschancen für den Bestandshalter von Fachmarktimmobilien aus dem Lebensmittel- und dem Nonfood-Einzelhandel in Klein- und Mittelstädten. So verzeichnete das Unternehmen seit Jahresbeginn weitere fünf Zukäufe, so dass sich das bundesweite Portfolio auf 99 Einzelhandelsimmobilien mit rund 330 000 qm Nutzfläche beläuft – nach 94 zum Jahresende 2025. Die Vermietungsquote liegt bei 93%, der Wert des Portfolios per Jahresende bei 352 Mio. Euro.

Im gesamten Geschäftsjahr 2025 hat die Deutsche Fachmarkt AG (DEFAMA) mit Sitz in Berlin 19 Immobilien – darunter ein Fachmarktzentrum in Havelberg (Foto) – erworben, die nach Unternehmensangaben künftig einen Beitrag von 2,6 Mio. Euro zu den Nettomieteinnahmen beisteuern werden. Im Vorjahr belief sich die annualisierte Jahresnettomiete auf 29 Mio. Euro, wie das Unternehmen nach den vorläufigen und untestierten Zahlen mitteilte. Im Rahmen eines Umsatzwachstums von 27,3 Mio. Euro (2024) auf 31,6 Mio. Euro im Vorjahr erzielte der Bestandshalter beim Konzernüberschuss nach HGB einen Anstieg von 4,6 Mio. auf 5,6 Mio. Euro, sodass sich der Überschuss je Aktie auf 1,17 Euro erhöhte – nach 0,95 Euro im Jahr zuvor.

Wie der Vorstand näher erläutert, war das Ergebnis auch beeinflusst durch einen positiven Verkaufseffekt in Höhe von etwa 2,2 Mio. Euro. Im Jahr zuvor hatte der Verkaufseffekt rund 1,1 Mio. Euro betragen. Zu den Verkaufsobjekten gehörten Lebensmittelmärkte in Templin, in Brand-Erbisdorf und in Waltershausen, die jeweils an Lebensmittelhändler veräußert wurden. Die Funds From Operations (FFO), bei denen die Verkaufsgewinne herausgerechnet werden, erhöhten sich leicht von 10,0 Mio. Euro (2024) auf 10,8 Mio. Euro 2025. Entsprechend erhöhten sich die FFO je Aktie von 2,09 auf 2,25 Euro.

Im Rahmen der aktionärsfreundlichen Politik des Berliner Unternehmens wollen Vorstand und Aufsichtsrat die Dividende für 2025 erneut um 3 Cent auf 0,63 Euro je Aktie erhöhen, die elfte Erhöhung in Folge. Denn, wie das Unternehmen mitteilt, steht hinter der Expansionsstrategie der Leitgedanke, dass Wachstum in erster Linie auf die Wertsteigerung der Aktien ausgerichtet sein soll. Entsprechend soll die Dividende in diesem Jahr erneut steigen.

Für 2026 hat sich der Vorstand das Ziel gesteckt, erneut einen Konzernüberschuss nach HGB von mindestens 5 Mio. Euro und einen FFO auf Vorjahreshöhe (10,8 Mio. Euro) zu erreichen. Dafür muss der Bestandshalter nach eigenen Angaben jedoch den Wegfall von etwa 1 Mio. Euro bei den FFO durch vier große leerstehende Flächen kompensieren. Grund für den Leerstand in Görlitz und Osnabrück sowie demnächst auch in Nordhausen ist die Insolvenz von Hammer Fachmarkt. Im vierten Objekt ging es um den Auszug eines B1 Baumarkts in Dinslaken, nachdem die Rewe Group diese Vertriebslinie komplett eingestellt hatte.

Gleichzeitig ist es dem Unternehmen 2025 gelungen, viele neue langfristige Mietverträge abzuschließen, die meist mit Umbau-, Vergrößerungs- und/oder Modernisierungsmaßnahmen verbunden warenBis 2030 soll das Portfolio ein Volumen von 500 Mio. Euro erreichen und die annualisierten Mieterträge bei 42 Mio. Euro liegen.